I Wanna Be Made

Clubsounds, Eastcoast, HipHop, R'n'B 1 Comment

Eigentlich kann ich Reggae (bzw. das, was man hierzulande unter Reggae versteht) ja nicht ausstehen. Und eigentlich akzeptiere ich ein Missy Elliott-Feature mittlerweile unter keinen Umständen mehr. Wirklich nicht. Aber andererseits ist Jazmine Sullivan eine unfassbar talentierte Songwriterin, die u.a. Bomben wie “Say I” von Christina Milian zu verantworten hat. Bei solchen Verdiensten springe sogar ich über meinen Schatten und weise nur zu gerne darauf hin, dass die 20-Jährige nun in Form eines eigenen Albums über J Records die verdienten Props selbst einheimsen will. Zu der Platte gibt es zwar außer einem mit “Coming Soon” umschriebenen Release-Date (was nie ein gutes Zeichen ist) noch keine Informationen, aber die erste Single “I Need You Bad” hat das Potenzial, das Warten auch in einem etwas längeren Zeitraum zu versüßen. Denn wenn Reggae-Elemente mit einem sommerlichen Vibe, richtig gutem Songwriting und einer ausdrucksstarken Stimme irgendwo zwischen Mary J. Blige und Aretha Franklin versetzt werden, kann sogar ich etwas damit anfangen. Somit ist der Track ein Sureshot für jede Grillparty, Badesee-Session oder Cabriotour in diesem Sommer. Ein weiterer Pluspunkt: Das Missy-Feature beschränkt sich auf ein paar Shoutouts und Spoken Word-Übungen.

Jazmine Sullivan feat. Missy Elliott – “I Need You Bad”

In meiner persönlichen Feindesliste stehen Rapsongs mit Features von Nu-Metal-Bands an dritter Stelle, direkt hinter billigem Reggae und Missy Elliott. Die Liste muss irgendjemandem im Musikgeschäft in die Hände gefallen sein, denn seit gestern ist ein neues Busta Rhymes-Video im Umlauf – unglücklicherweise in Zusammenarbeit mit Linkin Park. Ganz recht, das in den New Vibes! bereits verlinkte “We Made It” hat nun eine visuelle Umsetzung erhalten, aber irgendwie macht das den Song nicht besser. Ganz im Gegenteil. Versteht mich nicht falsch, ich mag den Piano-Loop. Ich finde auch immer noch, dass Mike Shinoda ein guter Rapper ist, und über Bustas Qualitäten am Mikrofon müssen wir ohnehin keine Worte verlieren. Aber leider haben Linkin Park mittlerweile seit fünf Jahren keinen einzigen guten Refrain mehr geschrieben, und Chester Lampwick Bennington ist immer noch einer der überschätztesten Sänger der Rock-Geschichte. Am Schlimmsten ist allerdings die verdächtig an “Takeshi’s Castle” erinnernde Schluss-Sequenz im Video – Pathos ist etwas, das Bus-A-Bus nun wirklich noch nie drauf hatte.

Da ist mir das bereits vor einem Monat geleakte “Don’t Touch Me (Throw Da Water On ‘Em)” deutlich lieber, das jetzt glücklicherweise auch ein Video bekommen hat. Der Song ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben (siehe hier), aber auch das Video gefällt mir deutlich besser als die Kletterpartien im Schlamm aus “We Made It”. Ich mein, verrückte Kostüme und bunte Verrenkungen – mehr braucht ein gutes Video doch gar nicht!

Busta Rhymes feat. Linkin Park – “We Made It” (Video)

Busta Rhymes – “Don’t Touch Me (Throw Da Water On ‘Em)” (Video)

(flo)