Sixteen On The Blog
Mai 6, 2008 Clubsounds, Soul & Funk No Comments
Mir als gefühltem Mittvierziger ist es offensichtlich schleierhaft und auch eher schnuppe, mit welchen Problemen sich 16-jährige Mädchen herumschlagen müssen. Umso erstaunlicher ist es da, dass mir “16 @ War” von Karina Pasian seit einer geraumen Zeit nicht mehr aus dem Schädel geht. Die Songwriterin und Pianistin aus New York wurde 2006 von Def Jam Records gesigned, das sich unter anderem gegen Konkurrenten wie Interscope und Bad Boy durchsetzen konnte. “16 @ War” ist hierbei der Vorbote für das am dritten Juni erscheinende Album “First Love” und ist ein überaus eingängiger Song mit Ecken und Kanten geworden, der die Probleme eines normalen 16-jährigen Teenies aus einer sehr erwachsenen Perspektive beleuchtet: “I’m so full of promise / But why promise if I’ma just be rewarded / By bad actions / To him I’m just a transaction”. Da geht was. Bleibt nur zu hoffen, dass Def Jam nicht versucht, Karina als Sexsymbol zu verkaufen, sobald sie die Volljährigkeit erreicht hat – Rihanna hat es in ihren letzten Videos irgendwie nie geschafft, ihre Klamotten an zu behalten.
Karina Pasian – “16 @ War” (Video)
Die französischen Krawallfreunde von Justice dürften den meisten Rapfreunden nur deshalb ein Begriff sein, weil sie bei den VMA’s mal von Kanye West gedisst wurden. Das ist allerdings längst vergeben und vergessen – tatsächlich hatte Yeezy die Ehre, die Weltpremiere des neuen Videos des Elektronik-Duos namens “Stress” in seinem Blog zu hosten. Und zu diesem Clip gibt es nur eines zu sagen: Schüttet ihn mit allen Awards zu, die es gibt. Wie diese fünf Pariser Vorstadtjungs durch die Banlieues ziehen und alles kurz und klein prügeln, was ihnen über den Weg läuft, ist einerseits erschreckend real, andererseits wahnsinnig lustig. Der Song? Ach ja, der ist auch ganz gut.
Justice – “Stress” (Video)
(flo)
