Bootylicious

1:20 pm Clubsounds, Eastcoast, HipHop

Es gibt Dinge, die sind in jedem Jahr gleich: “Last Christmas” landet in den Charts, der TSV 1860 spielt eine sensationell schlechte Rückrunde, und 50 Cent versucht bei jedem Album, an dem er beteiligt ist, zuerst einen für die Ladies raus zu hauen. Seinem eigenen Bekunden nach werde das immer schwieriger, weil ihm langsam die schlüpfrigen Umschreibungen für das männliche Geschlechtsorgan ausgehen (nachzulesen in der “JUICE” 09/07). Aber zum Glück gibt es ja noch andere Körperteile, denen man Songs widmen kann, und so stehen in der ersten offiziellen Single vom neuen G-Unit-Album, das mittlerweile in “Terminate On Sight” umbenannt wurde, die weiblichen Rundungen im Zentrum des Interesses. “I Like The Way She Do It” widmet sich ganz der Überzeugungskraft, die wackelnde Backenhälften so ausstrahlen können, und weist auch ganz dezent nochmals auf den Kontostand von Fifty, Tony Yayo und Lloyd Banks hin: “I’m stupid rich, got retarded money”. Nur für den Fall, dass es noch nicht alle wussten. Zusammen mit dem Video ergibt das Ganze “standard misogynistic boasting while stomping around in front of a soundstage with big flashing lights”, wie es die Kollegen von hiphopmusic.com so eloquent ausdrückten – in gesundem Maß und mit gesundem Alkoholpegel kann die ganze Angelegenheit aber durchaus Spaß machen, was vor allem dem drückenden, schwer elektronischen Instrumental von Street Radio zu verdanken ist. Und eines muss man Fifty ohnehin neidlos anerkennen: Niemand generiert aus ein und derselben Idee so viele Hitsingles wie er.

G-Unit – “I Like The Way She Do It” (Video)

Auch N.E.R.D. haben das mit dem Albumtitel nochmal überdacht, denn deren am zehnten Juni erscheinendes Album wird nun doch nicht den Namen “N.3.R.D.” tragen. “Seeing Sounds” soll das Werk stattdessen heißen, zu dem das erste Video “Everyone Nose” nach ungefähr dreimonatiger Verspätung sogar schon fast fertig ist. Bis dahin kann man sich wunderbar die Zeit mit dem neuen Track “Spazz” vertreiben, der wohl die zweite Single des Neptunes-Nebenprojekts sein wird. Musikalisch steht der Song stark in der Tradition der Soundästhetik der Vorgänger-Alben, mit den schweren Gitarren und Drumsounds sowie den balladesken Bridges, die Pharrell so lieb gewonnen hat. Eine unterhaltsame Angelegenheit ist auch der “Everyone Nose”-Remix, der eine talentierte Newcomer-Gruppe namens CRS featured. Ahja, und Pusha T, der alte Hund, ist auch dabei.

N.E.R.D. – “Spazz”

N.E.R.D. feat. CRS & Pusha T – “Everyone Nose (Remix)”

(flo)

One Response

  1. The Good Vibe! - Urban Music Blog » Blog Archive » Get ‘em Girls Says:

    [...] mal sehen. Was hab ich da vor acht Monaten gleich nochmal geschrieben? “Es gibt Dinge, die sind in jedem Jahr gleich: “Last [...]

Leave a Comment

Your comment

You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Please note: Comment moderation is enabled and may delay your comment. There is no need to resubmit your comment.