Follow My Lead
Mai 17, 2008 HipHop, R'n'B, Soul & Funk, Westcoast No Comments
Hach, dieser verführerische Blick! Dieses smarte Lächeln! Und erst diese blauen Augen! Zugegeben, Robin Thicke ist ganz klar einer für die Damen. Dem gemeinen, männlichen HipHop-Hörer dürfte der 31-Jährige Songwriter und Produzent spätestens seit den Kollaborationen mit Pharrell und 50 Cent positiv in Erinnerung sein. Für sein am ersten Juli erscheinendes drittes Album “Something Else” hat Thicke jedoch die vollkommene Absenz von Gästen angekündigt – das Ding will er anscheinend alleine durchziehen. Nach der ersten Single zu urteilen, hat er auch gar keine fremde Hilfe nötig, denn “Magic” ist bereits jetzt einer der heißesten Kandidaten für meinen Sommerhit des Jahres. Auf einem jazzigen Uptempo-Instrumental mit Live-Feeling legt der Frauenschwarm eine mehr als smoothe Performance hin, die nicht nur einmal an Marvin Gaye erinnert. Und das ist als Kompliment gemeint. Trotzdem gilt: Finger weg, Ladies! Der Mann ist verheiratet.
Robin Thicke – “Magic”
Wo wir gerade beim weiblichen Geschlecht sind: Oberarm-Tätowierungen und weiße Muscle-Shirts sind Dinge, die an Männern meistens schon reichlich dämlich aussehen, an Frauen aber erst recht nicht klar gehen. Warum Keyshia Cole trotzdem super ist? So ganz zufriedenstellend kann ich die Frage auch nicht beantworten. Ich mein, die hat nicht mal ein gutes Album unter ihrem (knackigen) Hintern! Womöglich liegt es an der Stimme der 26-Jährigen, die zwar nicht immer gerade Töne produziert, aber auch deswegen immer wieder interessante, frische Momente erzeugt. Nun hat sich die Sängerin aus Oakland daran gemacht, die neue Single von The Game zu veredeln, der mit dem voran gegangenen “Big Dreams” einen mehr als mißglückten Comeback-Versuch hingelegt (siehe hier) und daher auch einiges wieder gut zu machen hat. “Pain” ist lyrisch gesehen wieder um ein Vielfaches unsubtiler geraten, als man es von Jayceon Taylor gewohnt ist: Hat Game in der Vergangenheit seine OldSchool-Referenzen nur als sympathisches Gimmick benutzt, strickt er nun einfach einen kompletten Song daraus. “Public Enemy and NWA / is all my boombox had to say”. In Kombination mit Keyshia’s emotionalem Refrain, Game’s atemlosem Flow und dem melancholischen Instrumental ergibt das aber tatsächlich einen guten Song – ich bin mir nur noch nicht sicher, ob das nun für oder gegen den Mann von der Westküste spricht.
The Game feat. Keyshia Cole – “Pain” (Video)
(flo)
