Party Life

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Unsereins hat noch einen Brummschädel von den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel, da hat Harris schon den Soundtrack für alle Parties parat, die dieses Jahr auf die Feiermeier dieser Erde zukommen werden. Der Berliner hat sich nämlich mit den Schweizer Plattendrehern DJ Sweap und Pfund 500 zusammen getan und das “Ab In Club”-Mixtape aufgenommen, das bereits seit dem 19. Dezember erhältlich ist. Ein Video gibt’s jetzt auch, und die gleichnamige Single “Ab in Club” ist natürlich ein abartiges, wenn auch relativ konventionelles Club-Brett geworden. Harris verteilt dabei Liebe an die Ladies, den Barkeeper, den DJ und deine Mama aunomma – das heißt, wenn er nicht gerade im Dadaisten-Style unterwegs ist. Selten hat ein “Nanananana” so den Beat gekillt. Hater und sonstige hässliche Vögel mögen an dieser Stelle einwerfen, dass die ganze Angelegenheit schon arg von der anderen Seite des großen Teiches inspiriert ist, aber solche Debatten haben in Harrys Welt voller Gras, Becks und Zärtlichkeit natürlich überhaupt keinen Platz. Wir brauchen mehr Menschen mit Visionen.

DJ Sweap & Pfund 500 feat. Harris – “Ab in Club” (Video)

Pünktlich wie die Maurer liefert Skillz auch 2008 wieder seinen “Rap-Up” ab, auf dem er das vergangene Jahr nochmals in Reimform Revue passieren lässt. Die ganz offensichtlichen Themen sind diesmal unter anderem die New England Patriots, die Finanzkrise, und natürlich: Obama. First black president, please believe it / I’m just happy that my Granny got a chance to see it / [...] / Let’s act right and show these kids / We can turn ‘Yes, we can’ into ‘Yes, we did’”. Daneben gilt es natürlich wieder mehr Seitenhiebe auf das amerikanische Rapgeschäft, als ich zählen kann, unter anderem auf Young Buck, 50 Cent oder R. Kelly. Man weiß ja auch, was dieser Typ drauf hat, seit er mal den Boden mit Shaquille O’Neal aufgewischt hat.

Skillz – “Rap Up 2008″

Zum Abschluss noch ein paar Mixtapes, in die ich noch nicht reinhören konnte, die aber sicher super sind. Sind ja auch alles gute Jungs.

DJ Whoo Kid & Lloyd Banks – “The Cold Corner” Mixtape (Download)

Termanology – “If Heaven Was A Mile Away – A Tribute To Dilla” Mixtape (Download)

DJ Kitsune – “A New Winter Affair” Mixtape (Infos + Download)

Frohes Neues!

(flo)

Crushin’ (Yeeeaah!)

Clubsounds, Eastcoast, Electro, HipHop, Sonstiges 1 Comment

Ich weiß nicht, ob die internationalen Finanzmärkte das gebraucht haben, aber jetzt haben sie’s: Den Soundtrack zur Finanzkrise. Wenigstens stammt der nicht von irgendwelchen Heulbojen wie Enya oder so, sondern von den ehrenwerten Herren von N.E.R.D. Deren dritte Single “Sooner Or Later” war freilich nicht als Krisen-Kantate gedacht, sondern hat eher einen breiteren Ansatz und bleibt im Vagen. Aber dass Zeilen wie die folgenden nun einmal recht passend sind, ist kaum zu bestreiten: “Sooner or later it all comes crushing down / Crushing down / When everyone’s around / I bet you would’ve paid up or you’ll cash down / and not make a sound.” Der Song an sich gehörte zu den stärksten Tracks des ohnehin schon unverschämt starken “Seeing Sounds”-Albums – wie nach der Bridge plötzlich mit harten Snares der Refrain hereinprescht und Pharrell seine Coldplay-Gedächtnis-Performance hinlegt, gehört zweifelsohne zu den besten musikalischen Momenten 2008. “It’s over, leave it”? Näh, lieber nochmal Repeat gedrückt.

N.E.R.D. – “Sooner Or Later” (Video)

“All I do is party”. Wer es in diesen schwierigen Zeiten gerne etwas hedonistischer hätte, der ist wie immer beim Kollegen N.O.R.E. gut aufgehoben. Victor Santiago Jr. hat sich nämlich auf die neue Single des kanadischen Electro-Duos MSTRKRFT verirrt und gibt dort den Tanzbär. Ein 120 Kilo schwerer Reggaetone-Typ aus Queens im Video irgendwelcher Elektronik-Nerds aus Toronto – diese Mischung ist genauso grotesk, wie sie sich anhört. Gerade deswegen ist “Bounce” jedoch ein veritabler Abreißer für das Tanzlokal deiner Wahl geworden, auch weil man vermutlich ohnehin keinen besseren Hypeman gefunden hätte als Noreaga. Schon irgendwie scheiße, das alles, aber letztendlich doch super.

MSTRKRFT feat. N.O.R.E. – “Bounce” (Video)

(flo)

Weekend Wrap-Up

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OK, ich hab gerade nicht viel Zeit, aber auf die besten Songs des Wochenendes muss ich dennoch schnell hinweisen:

Allen voran ist die wunderbare Keri Hilson. Deren Debüt “In A Perfect World…” gehört zwar zu der Sorte Alben, die in Wahrheit niemals erscheinen werden, aber solange uns die 26-Jährige immer wieder neue Banger präsentiert, lässt sich die Wartezeit noch etwas zu verschmerzen. Auf dem neuesten Streich “Turnin’ Me On” lässt Polow Da Don ein ziemlich reduziertes Electro-Brett aus seinen Maschinen, während Keri und Featuregast Lil’ Wayne sich irgendwelche Schweinereien zuraunzen. Weezy darf sogar einmal “vagina” sagen. Nasty.

Keri Hilson feat. Lil’ Wayne – “Turnin’ Me On” (Video)

Als nächstes kommen die Berliner Nu-Jazz-Helden von Jazzanova, die mit ihrer neuen Single “I Can See” (aus dem Album “Of All The Things” eine Feel-Good-Nummer nach allen Regeln der Kunst rausgehauen haben. Manchmal ein wenig kitschig, bisweilen etwas unspannend, aber immer: Schön. Featuregast Ben Westbeech sorgt außerdem für eine angemessene vokalistische Untermalung. Ich hab übrigens keine Ahnung, wer das ist. Macht aber nichts.

Jazzanova feat. Ben Westbeech – “I Can See” (Video)

Last but ganz bestimmt nicht least hätten wir noch Gnarls Barkley im Angebot, die vor kurzem eine EP namens “Who’s Gonna Save My Soul” veröffentlicht haben. Darauf sind vier verschiedene Versionen des gleichnamigen Songs, eine Live-Version von “Neighbor” sowie ein brandneuer Track zu finden. Besagter Song heißt “Mystery Man” und wartet neben einem ziemlich kryptischen Video noch mit harten Drums und fast schon einer Dälek‘schen Freude am Experimentieren mit Störgeräuschen auf. Super Sache also. Dass Cee-Lo Green auf dem Track übertrieben krass abgeht, ist sowieso keine gesonderte Erwähnung mehr wert.

Gnarls Barkley – “Mystery Man” (Video)

(flo)

Musik – frisch ausgepackt

Allgemein, Clubsounds, HipHop, Mixtapes, News, Soul & Funk, Style No Comments

Heute gibts mal ein paar Songs, die mir ganz gut ins Ohr gehen.
Zunächst einmal etwas Afrobeat von den grandiosen BLK JKS aus Südafrika:





Kanye hat vor kurzem einen gewissen Kid Cudi gesignt, der Song gefällt mir vom bei über die Website der Kleidungsmarke 10deep releasten Mixtape persönlich am besten. Get the Tape und als Vorgeschmack schonmal: Cleveland is the reason:





Ich bin momentan etwas auf Grime hängengeblieben und nachdem Kano in einem Interview einen Typen namens Ghetto erwähnt hat, hab ich den mal ausgecheckt. Super cooles Video, aber seht selbst:





(martin)

Drunk And Hot Girls

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Wir kategorisierungswütigen Musikschreiberlinge müssen ja alles sofort in Schubladen stopfen. Was die Mädels von Electrik Red, der neuen Girlgroup von Def Jam Records, so machen, lässt sich wohl am besten folgendermaßen umschreiben: So klingen die Pussycat Dolls, wenn sie sich während eines New-Orleans-Aufenthalts zu viel lila Hustensaft hinter die Binde geschüttet haben. Die Story hinter der eifrig gepushten ersten Single “Drink In My Cup” ist schnell erzählt: Lesley, Sarah, Naomi und Binkie kommen in deinen Club und demolieren sturzbesoffen das Mobiliar. Außerdem führen die vier Mädels gerne gewagte Tänze auf der Damentoilette auf und es ist ihnen scheißegal, dass sie den Mitarbeiter-Bereich nicht bereten dürfen. Das verrät zumindest das Video. Dazu gibt es in auf Krawall gebürstetes Instrumental ganz nach der Machart das dreckigen Südens, in dem sich bei genauem Hinhören auch viele Zitate aus der jüngeren Popgeschichte ausmachen lassen. Mir schleierhaft, wie ich das alles nicht gut finden soll. Die ganze Nummer ist eigentlich auch ziemlich feministisch, wenn man mal genauer darüber nachdenkt. Aber irgendjemand wird sich schon finden, der den Song in den falschen Hals kriegt.

Electrik Red – “Drink In My Cup” (Video)

Eigentlich ist die zweite DJ Khaled-Single aus seinem neuen Album “We Global” ziemlich unerwähnenswert. Denn eigentlich ist es bei diesem Typen ja auch immer das Gleiche: The Runners produzieren, einer oder mehrere Gastrapper machen das, wofür sie bezahlt werden, T-Pain singt den Refrain und Khaled selbst hat nichts zu alldem beigetragen, außer “Im Video ein paar Mal grimmig in die Kamera kucken” zählt plötzlich als künstlerischer Beitrag. Das alles gilt auch für “Go Hard”, so dass wir den Song getrost ignorieren könnten; wenn, ja wenn da nicht Kanye West wäre. Der hat nämlich zwei Killer-Strophen rausgelassen, die er sich mal besser für sein eigenes Album aufgehoben hätte. Uns soll’s recht sein. “I’ma tell you like George Bush told me / fuck y’all niggers, I’m outta here”. Ansage.

DJ Khaled feat. Kanye West & T-Pain – “Go Hard” (Video)

(flo)

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