Auf Mias Album warten ja viele Leute sehr lange. Hier mal ein erster Track daraus. Finde ich sehr abgespaced…
Mia – Space Odyssey
Wisst ihr mit wem ich am wenigsten auf HypeM gerechnet habe? Slick Rick… Yeah the rulers back mit Outkast am Start, check out Street Talkin’ back in ’99:
Zum Abschluss noch ein grandioser Track vom White Panda Mixtape. I like them, you get it? Bun B vs. Bob Sinclair & Mylo…
Schönes Rest Wochenende,
Martin
Edit: Noch so ne verrückte Mashup Geschichte, hört den besten 99 Problems Remix vom Glitch Mob:
Das kommt vermutlich davon, wenn man zu viel mit Kanye West abhängt. Auch Lil’ Wayne werden mittlerweile die HipHop-Genregrenzen zu eng, und so wird uns Dwayne Carter 2009 mit einem waschechten Rock-Album beehren. Wie sich so etwas dann anhört, verrät uns die Vorab-Single “Prom Queen”, zu der es seit kurzem auch ein offizielles Video gibt. Darin besingt/bekrächzt Weezy die Geschichte einer College-Schönheitskönigin, die dem jungen Mr. Carter einen Korb verpasst hat und Jahre später ihren Fehler bereuen muss: “Never forget the day / she laughed and walked away / and I couldn’t stop her / I guess she had it all / she had it all figured out / but she left me with a broken heart / fucked around and turned me down / ’cause she didn’t think I could play the part / but now the prom queen the prom queen / is crying sittin’ outside of my door / see you never know how / how everything could turn around.” Dazu gibt es trashige, Korn-inspirierte Gitarrensounds (Korn spielen übrigens auch im Video mit) und selbstverständlich jede Menge Autotune. In der Summe ergibt das einen hochinteressanten Song, der bei mir auch mit jedem Mal wächst. Das Rock-Album “Rebirth” kommt dann am 19. Mai – bestimmt nicht ohne Kanye-Feature.
Lil’ Wayne – “Prom Queen” (Video)
Den ollen Weezy gibt’s derzeit auch im Remix-Paket. So darf der 26-Jährige den “Turnin’ Me On”-Remix der immer noch grandiosen Keri Hilson mit einem brandneuen Verse veredeln. Das ist aber – wie auch der Part von T-Pain – völlig egal, wenn sich die sonst so nette Keri plötzlich zu einem waschechten Beyoncé-Diss hinreißen lässt: “Your vision cloudy if you think that you the best / you can dance / she can sing / but need to move it to the left”. Nun, verzweifelte Situationen erfordern verzweifelte Maßnahmen, und da Keris Karriere (zu Unrecht) noch immer noch nicht so recht abgehoben ist, nimmt man eben jede Promo mit die man kriegen kann – auch wenn Miss Hilson zu Beginn der Strophe mit großen Rehaugen versichert, sich nur etwas Luft machen zu wollen. So oder so: Beef zwischen heiß aussehenden R&B-Sängerinnen sind ganz großer Next-Level-Shit. Schade nur, dass sich Miss Knowles vermutlich zu keiner Antwort hinreißen lassen wird. Aber vielleicht schickt sie ja den Ehemann vor…
Keri Hilson feat. T-Pain & Lil’ Wayne – “Turnin’ Me On” (RMX)
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen sind Vorbilder gefragt. Busta Rhymes schielte für “Arab Money” gleich zu den Ölscheichs und Sultan-Großfamilien dieser Welt und sorgte damit für den Hit der Stunde. Das unverschämt druckvolle Instrumental von Ron Browz hat jetzt auch einen mit prominenten Namen gespickten Remix erhalten, auf dem sich Diddy, Swizz Beatz, T-Pain, Akon und Lil’ Wayne die Ehre geben. Allesamt keine armen Schlucker, die im Zuge ihres Schwänzevergleichens und Eierschaukelns auch kein Klischee auslassen. Oder um es mit Diddy zu sagen: “Fuck the recession, I’m still investing”. Das sorgt natürlich für schwer sinnlose Metaphern und Verses, was aber auch den Unterhaltungswert dieses Remixes ausmacht. Der sinnloseste Verse stammt von? Swizzy. Wer hätt’s gedacht.
Busta Rhymes feat. Ron Browz, Diddy, Swizz Beatz, T-Pain, Akon, Lil’ Wayne – “Arab Money” (RMX)
Wo wir gerade bei Lil’ Wayne sind: Der König von Weezyiana hat zusammen mit seinen Partners in Crime von The Empire den sechsten Teil seiner “Drought”-Mixtapereihe veröffentlicht. “The Drought Is Over Pt. 6 (The Reincarnation)” klingt zwar leider nicht ganz so wahnsinnig wie der Vorgänger, kann aber trotz allem mit einigen Bangern aufwarten. Da wären zum Beispiel der Opener “I’m A Monster”, das nicht nur vom Titel her als veritabler “I’m A Beast”-Nachfolger durchgeht, oder “Blinded” mit einem ziemlich dreisten Sample von der Manfred Mann’s Earth Band. Mein Lieblingstrack bleibt aber “Tell Everybody That You Know” mit Kanye West, das während des Aufnahmeprozesses zu “808 & Heartbreak” entstanden sein muss. Wie das Duo Weezy und Yeezy die Autotune-gepushten Rockstars gibt, ist schwer hitverdächtig. Ansonsten gibt es noch halbfertige Songskizzen, ein paar Dirty-South-Representer und Features von namhaften Größen wie dem unermüdlichen Swizzy, The Game, Rick Ross oder Chris Brown. Geht also locker durch das Ganze, vor allem zum Vorzugspreis von EUR 0,00. Als Nicht-Araber muss man seine Kröten eben zusammenhalten.
OK, ich hab gerade nicht viel Zeit, aber auf die besten Songs des Wochenendes muss ich dennoch schnell hinweisen:
Allen voran ist die wunderbare Keri Hilson. Deren Debüt “In A Perfect World…” gehört zwar zu der Sorte Alben, die in Wahrheit niemals erscheinen werden, aber solange uns die 26-Jährige immer wieder neue Banger präsentiert, lässt sich die Wartezeit noch etwas zu verschmerzen. Auf dem neuesten Streich “Turnin’ Me On” lässt Polow Da Don ein ziemlich reduziertes Electro-Brett aus seinen Maschinen, während Keri und Featuregast Lil’ Wayne sich irgendwelche Schweinereien zuraunzen. Weezy darf sogar einmal “vagina” sagen. Nasty.
Keri Hilson feat. Lil’ Wayne – “Turnin’ Me On” (Video)
Als nächstes kommen die Berliner Nu-Jazz-Helden von Jazzanova, die mit ihrer neuen Single “I Can See” (aus dem Album “Of All The Things” eine Feel-Good-Nummer nach allen Regeln der Kunst rausgehauen haben. Manchmal ein wenig kitschig, bisweilen etwas unspannend, aber immer: Schön. Featuregast Ben Westbeech sorgt außerdem für eine angemessene vokalistische Untermalung. Ich hab übrigens keine Ahnung, wer das ist. Macht aber nichts.
Jazzanova feat. Ben Westbeech – “I Can See” (Video)
Last but ganz bestimmt nicht least hätten wir noch Gnarls Barkley im Angebot, die vor kurzem eine EP namens “Who’s Gonna Save My Soul” veröffentlicht haben. Darauf sind vier verschiedene Versionen des gleichnamigen Songs, eine Live-Version von “Neighbor” sowie ein brandneuer Track zu finden. Besagter Song heißt “Mystery Man” und wartet neben einem ziemlich kryptischen Video noch mit harten Drums und fast schon einer Dälek‘schen Freude am Experimentieren mit Störgeräuschen auf. Super Sache also. Dass Cee-Lo Green auf dem Track übertrieben krass abgeht, ist sowieso keine gesonderte Erwähnung mehr wert.
Wir kategorisierungswütigen Musikschreiberlinge müssen ja alles sofort in Schubladen stopfen. Was die Mädels von Electrik Red, der neuen Girlgroup von Def Jam Records, so machen, lässt sich wohl am besten folgendermaßen umschreiben: So klingen die Pussycat Dolls, wenn sie sich während eines New-Orleans-Aufenthalts zu viel lila Hustensaft hinter die Binde geschüttet haben. Die Story hinter der eifrig gepushten ersten Single “Drink In My Cup” ist schnell erzählt: Lesley, Sarah, Naomi und Binkie kommen in deinen Club und demolieren sturzbesoffen das Mobiliar. Außerdem führen die vier Mädels gerne gewagte Tänze auf der Damentoilette auf und es ist ihnen scheißegal, dass sie den Mitarbeiter-Bereich nicht bereten dürfen. Das verrät zumindest das Video. Dazu gibt es in auf Krawall gebürstetes Instrumental ganz nach der Machart das dreckigen Südens, in dem sich bei genauem Hinhören auch viele Zitate aus der jüngeren Popgeschichte ausmachen lassen. Mir schleierhaft, wie ich das alles nicht gut finden soll. Die ganze Nummer ist eigentlich auch ziemlich feministisch, wenn man mal genauer darüber nachdenkt. Aber irgendjemand wird sich schon finden, der den Song in den falschen Hals kriegt.
Electrik Red – “Drink In My Cup” (Video)
Eigentlich ist die zweite DJ Khaled-Single aus seinem neuen Album “We Global” ziemlich unerwähnenswert. Denn eigentlich ist es bei diesem Typen ja auch immer das Gleiche: The Runners produzieren, einer oder mehrere Gastrapper machen das, wofür sie bezahlt werden, T-Pain singt den Refrain und Khaled selbst hat nichts zu alldem beigetragen, außer “Im Video ein paar Mal grimmig in die Kamera kucken” zählt plötzlich als künstlerischer Beitrag. Das alles gilt auch für “Go Hard”, so dass wir den Song getrost ignorieren könnten; wenn, ja wenn da nicht Kanye West wäre. Der hat nämlich zwei Killer-Strophen rausgelassen, die er sich mal besser für sein eigenes Album aufgehoben hätte. Uns soll’s recht sein. “I’ma tell you like George Bush told me / fuck y’all niggers, I’m outta here”. Ansage.
DJ Khaled feat. Kanye West & T-Pain – “Go Hard” (Video)