Tapemasters Inc. (1)

Eastcoast, HipHop, Mixtapes, News No Comments

Wer dieses Wochenende noch Futter braucht für sein Blaupunkt-Audiosystem im Chevy Impala oder wer meinetwegen per pedes mit dem juwelenbesetzten iPod Nano unterwegs ist, für den habe ich hier noch zwei heiße Mixtape-Tipps der vielleicht spendabelsten Typen der Musikindustrie. Mick Boogie, “the only DJ in the game with a MBA”, hat sich für “The MCEO” Talib Kweli geschnappt, der auch den Großteil des Tapes bestreitet. Dazu gibt es noch Tracks der ewig unterschätzten Jean Grae sowie einige Einblicke in das (zumindest von mir) gespannt erwartete Idle Warship-Projekt. Jean liefert mit “Think About It” einen echten Banger ab, aber der wahre Höhepunkt ist die Talib Kweli-Kollabo mit Busta Rhymes, dessen Resultat namens “Follow The Leader” in beeindruckender Manier Oldschool-Vibes mit Flows vom Stand der Kunst verbindet. Erwähnenswert ist außerdem der “Hostile Gospel”-Remix, der unter anderem auch mit einem Part von Nina Sky aufwartet, was so jetzt eher nicht zu erwarten war.

Auch die G-Unit blieb nicht untätig und nimmt den Release von Fat Joe‘s “The Elephant In The Room” als Anlass für ein weiteres Gratis-Mixtape. “The Elephant In The Sand” (großartiger Titel übrigens) kann zwar nicht an die Großtaten von “Return Of The Body Snatchers” anknüpfen, bietet aber dennoch soliden Vollprofischeiß. Vor allem “Red Light, Green Light”, “Sunroof Open” und die Bill-O’ Reilly-Abrechnung “Lifetime Achievement” hätten so auch auf jedem vollwertigen Album der Guerilla Unit landen können. Und mit “I Fucked Your Bitch!” hat Fifty nun auch endlich seinen Auto-Tune-Track. Wohl ein Kindheitstraum. Abzüge gilt es lediglich für Yayo’s dümmliche Hillary-Disses, aber der Kollege war noch nie der Hellste.

Mick Boogie & Talib Kweli – “The MCEO” (Mixtape)

G-Unit – “The Elephant In The Sand” (Mixtape)

(flo)

Grammys

Allgemein, HipHop, News, R'n'B No Comments
Amy Winehouse

Amy Winehouse ist die große Siegerin der diesjährigen Grammy Awards. Obwohl die Britin auf Grund ihrer Drogengeschichten kein Visum für die USA bekommen hat und über einen Screen zugeschaltet war, konnte sie die Show genießen und fünf Grammys mitnehmen, u.a. drei Stück für “Rehab”, als beste Newcomerin und “Vocal Pop R%B”. Kanye West konnte immerhin noch vier Grammys mit nach Hause nehmen, und zwar für die Singles “Goodlife” und “Stronger”, sowie für “Graduation” als “Best Rap Album” und als Kollabo mit Common für das großartige “Southside”. Dem Louis Vitton Don blieb jedoch wieder der “Album of the Year” Grammy verwehrt, den die Jazz-Legende Herbie Hancock für sein Tributealbum an Joni Mitchell bekam. Alicia Keys und Justin Timberlake haben jeweils 2 der begehrten Grammophone abstauben können, Rihanna und Jay-Z einen für “Umbrella” und Lupe Fiasco hat mit Jill Scott zusammen für “Daydreamin’” den Grammy für “Best Urban/Alternative Performance” bekommen. Zu meiner Überraschung sollten auch die Beastie Boys nicht leer ausgehen. “The Mix-Up” hat den Award für “Best Instumental Pop Album” bekommen. Interessant ist die Vergabe für “Producer Of The Year, Non-Classical”. Hier hat nämlich nicht Timbaland gewonnen, sondern Marc Ronson, der u.a. am Erfolg der guten Amy maßgeblich beteiligt ist und außerdem die grandiose Lily Allen produziert hat.Eine lustige Sache ist auch, dass sich auf der offiziellen Grammy Site “German techno twins Daft Punk” finde. Soviel zu guter Recherche…

(Martin

This is C-N-N (1)

HipHop, News No Comments

OK, Good News – Bad News Time. Zuerst zur schlechten Nachricht: Deutscher HipHop hat (vermutlich) seinen ersten Mordanschlag hinter sich. Der Berliner Rapper Massiv ist gestern gegen 22 Uhr auf offener Strasse angeschossen worden, die Motive sind noch unklar. Massiv jedenfalls hat außer einem Schuss in die Schulter nichts Schlimmeres abbekommen, hat jedoch eine Menge Blut verloren und liegt noch im Krankenhaus. Ich kann mir vorstellen, wie viel Häme in den einschlägigen Foren (die ich selbstverständlich nicht gelesen habe) ausgeschüttet wird, es stellt sich allerdings die Frage, ob hier alle Unbeteiligten nicht einfach mal die Fresse halten sollten.

Zu den Good News: Kanye West, Pharrell sowie der an dieser Stelle bereits ausgiebig gewürdigte Lupe Fiasco setzen sich dieses Jahr anscheinend tatsächlich zusammen, um gemeinsam ein Album unter dem Namen “Child Rebel Soldier” (CRS) aufzunehmen. Sagt zumindest Lupe. Wann genau, weiss noch niemand, aber die wichtigste Nachricht lautet: It’s gonna happen. Wer den bislang einzigen CRS-Track nicht kennt, muss nur ein wenig nach unten scrollen.

CRS – “Us Placers” (Video)

(flo)

Dirty Talk

News, Sonstiges No Comments

Wie sagte noch mein alter Englisch-Lehrer? “Ab und an muss man auch mal ‘Bunte’ und ’Gala’ lesen, um die Welt zu verstehen.” Recht hat er, es hat noch niemandem geschadet, sich im Schlamm zu wälzen. Also, here we go:

Mariah Carey ist sich bekanntermaßen niemals zu schade dafür, einen gepflegten Diss auszuteilen; “Diva” nennt man das wohl. Ziel war wieder einmal Jennifer Lopez, die mittlerweile nicht nur weniger Alben vertickt als Mimi, sondern auch über Produzenten verfügt, die bekanntlich beim ein oder anderen Arrangement von “Glitter” genau hingehört haben – mit dem Ergebnis, dass J.Lo plötzlich mehr nach Prinzesschen aus dem Märchenland als nach Jenny from the Block klang. Die Situation ist klar – Mariah ist on top, also setzt sie zur endgültigen Vernichtung an.

Nicht nur betonte sie in einem Interview, sie würde lieber mit einem Schwein kollaborieren als mit J.Lo, nein, darauf angesprochen, dass der Lopez acht Stunden Schlaf pro Tag sehr wichtig seien, sagte Mariah nur: “If I had the luxury of not actually having to sing my songs, I’d do that too.” Der hat gesessen. Dennoch wäre es zu voreilig, die Carey jetzt schon zum Sieger zu erklären. Ich verwette nämlich meinen Arsch darauf, dass J.Lo bereits den überkrassen Diss-Track in der Pipeline hat, mit dem sie ihr Comeback einleiten will. Am Besten, sie nennt den Track “The Payoff” und disst Mariah dafür, schon über 30 zu sein. Hat hierzulande ja auch ganz gut geklappt. Ahja, bei so einem heissen Thema ist ein investigatives TV-Format wie “taff” natürlich sofort am Start:

Wenn wir schon bei Deutschland sind, kommen wir gleich zu meiner Lieblingsmeldung: DJ Tomekk geht ins Dschungelcamp! Da scheint es jemand seinem früheren Feature-Partner Flavor Flav nachmachen zu wollen. Also, ich bin ja echt kein Hater. Für mich war sogar “Kimnotyze” noch ganz akzeptabel, und das will was heissen. Diesen Vanessa S.-Track fand ich sogar richtig gut! Aber mal ehrlich, was ist denn da schief gelaufen? Gar kein Hartgeld mehr übrig von den ganzen Top 10-Hits? Selbst wenn, das ist doch kein Grund, solch drastische Maßnahmen zu ergreifen. Ich meine, Skills hat der Junge unbestritten, irgendwer hätte ihn doch bestimmt gesignt. Zu Aggro Berlin pflegte Tomekk doch zum Beispiel guten Kontakt. Und selbst wenn man als HipHop-Künstler am Arsch ist, kann man immer noch ein Label hochziehen und was von einem “Movement” labern, um den Schein zu wahren. Und währenddessen halt putzen gehen oder so.

Um wenigstens noch ein bisschen was Substantielles zu liefern: Die neue Single von AZ ist draussen. Obwohl unbestritten soulful, ist “Undeniable” eher schwach auf der Brust geraten. Im HipHop-Altenheim mag man so was ja feiern, aber für mich klingt das alles zu sehr nach Mitte der 90er. Auch wenn früher natürlich alles besser war.

(flo)

Texas all over

Dirty South, News No Comments

Chamillionaire

Chamillionaire hat auf seiner Website einen Remix zu Won’t Let You Down
veröffentlicht, der sage und schreibe 18 Minuten lang ist und somit noch den One Blood Remix von The Game um knappe sieben Minuten übertrifft. Auf der sogenannten Texas Extended Version sind neben Chamillionaire selbst nahezu alle weiteren bekannten texanischen Rapper gefeatured. Mit dabei sind Scarface, Slim Thug, Lil Flip, Rob G, Lil Keke, Lil O, Big Pokey, Jayton, Paul Wall, Knotti, Big Mike, Bun B, PimpC (R.I.P.) Famous und Corey Mo.

Als weiteres Goodie hat www.hiphopdx.com ein bisher unveröffentlichtes Killer Mike-Album zum Download bereitgestellt. Ich konnte zwar noch nicht reinhören, aber umsonst kann man das ja mal mitnehmen. Zum Download gehts hier.

(Martin)

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