Gorillaz – Plastic Beach

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The Gorillaz sind Anno 2010 zurück. Nach den beiden Alben Gorillaz und Demon Days steht nun mit Plastic Beach ihr drittes Album an. Der merkwürdige Titel kam zustande als Damon Albarn, der Kopf hinter den Gorillaz, Müll am Strand liegen sah.
Das Album selbst ist aber alles andere als Müll, für mich nicht weniger als das beste Release dieses Jahres bisher. Woran ich das festmache? Nun, das Album lief den ganzen Tag und wurde immer noch nicht langweilig. Die Soundkreationen sind sehr vielschichtig, mit Einflüssen aus allen möglichen Genres von orchestralen Stücken bis Electronica. Die Gästeliste liest sich auch recht gut, von DeLaSoul über Mos Def & Snoop bis Kano ist alles dabei, sogar eine Brass Band und ein Orchester ließen sich zu Kollaborationen überreden.

Nach einen von Streichern getragenem Intro heisst euch der gute Snoop gleich willkommen in Plastic Beach. Musikalisch wird der Track vom Hypnotic Brass Ensemble getragen. Das ganze ist tatsächlich sehr hypnotisch und eingängig. Danach kommt mit White Flag auf dem Kano, Bashy und das Lebanese National Orchestra for Oriental Arabic Music gefeatured sind und gleich einen ersten Höhepunkt des Albums markiert. Rhinestone Eyes ist dann wieder ein typischer Gorillaz Track mit Gesang und chilligem Groove. Stylo, die erste Single mit Mos Def und Bobby Womack, folgt und führt die Reihe sehr guter Tracks weiter. Bei Superfast Jellyfish mit DeLaSoul musste ich bei dem Chorus irgendwie an das Vampire Weekend Album denken, denn die Tracks klingen sehr ähnlich. Ich will euch jetzt nicht mit noch mehr Trackbeschreibungen langweilen, hört euch einfach den synthie getriebenen Sound selbst an. Für mich handelt es sich hier um ein großes Stück Musik mit Wiederhörwert, auch wenn insgesamt etwas die Kohärenz fehlt. Aber das ist sicherlich gewollt bei der verwobenen Mischung aus Stilrichtungen.

Fazit: Für den HipHop Head vermutlich nicht das richtige, aber wer nur ein bisschen was für Alternative übrig hat findet hier ein sehr cooles Album.

4.5/5

Swagga Like Us

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Die Grammys 09 sind Geschichte. Mit dabei ein handfester Skandal um Chris Brown, der nach einem tätlichen Angriff auf Rihanna festgenommen wurde und wegen dem beide ihre Auftritte absagen mussten. Hier noch eine Liste der relevanten Gewinner:

Beste weibliche Gesangsdarbietung/ R&B:

“Superwoman” von Alicia Keys

Beste männliche Gesangsdarbietung/ R&B:

“Miss Independent” von Ne-Yo

Beste Darbietung eines Duos oder einer Gruppe/ R&B:

“Stay with Me (By the Sea)” von Al Green und John Legend

Bester R&B-Song:

“Miss Independent” von Ne-Yo

Bestes zeitgenössisches R&B-Album:

“Growing Pains” von Mary J. Blige

Bestes R&B-Album:

“Jennifer Hudson” von Jennifer Hudson

Beste Rap-Solodarbietung:

“A Milli” von Lil Wayne

Beste Darbietung eines Duos oder einer Gruppe/ Rap:

“Swagga like us” von T.I. & Jay-Z & Kanye West & Lil Wayne

Beste Zusammenarbeit Rap/ Gesang:

“American Boy” Estelle featuring Kanye West

Bester Rap-Song:

“Lollipop” von Lil Wayne

Bestes Rap-Album:

“Tha Carter III” von Lil Wayne

Kanyeezy hat zwei Grammys in Nebenrollen mitnehmen können, aber sein Album ging leer aus. Die Awards für Lil Wayne wundern niemanden, das Album ist über jeglichen Zweifel erhaben und A Millie und Lollipop sind auch echte Kracher. Dass die Jungs Swagger haben, haben T.I., Jigga,, Yeezy und Weezy schon längst bewiesen, nun dafür noch der Grammy.

(Martin)

Musik – frisch ausgepackt

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Heute gibts mal ein paar Songs, die mir ganz gut ins Ohr gehen.
Zunächst einmal etwas Afrobeat von den grandiosen BLK JKS aus Südafrika:





Kanye hat vor kurzem einen gewissen Kid Cudi gesignt, der Song gefällt mir vom bei über die Website der Kleidungsmarke 10deep releasten Mixtape persönlich am besten. Get the Tape und als Vorgeschmack schonmal: Cleveland is the reason:





Ich bin momentan etwas auf Grime hängengeblieben und nachdem Kano in einem Interview einen Typen namens Ghetto erwähnt hat, hab ich den mal ausgecheckt. Super cooles Video, aber seht selbst:





(martin)

The Cool Kids – The Bake Sale ep

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Wenn man sich so in der Blogosphäre nach dem neuesten Scheiss umsieht stolpert man erstaunlich oft über ein Chicago/Detroiter Duo, das sich selbst auch noch als The Cool Kids betitelt. Und tatsächlich der Sound ist erfrischend anders. Die Beats sind nicht bis ins letzte aufgeblasen, wie z.B. von JR Rotem gewohnt, sondern aufs Minimalste reduziert. Eine Baseline, eine Hi-Hat und ein Sample reichen doch vollkommen aus. Diese Reduktion ist ein logischer Schritt, geben doch Mikey Rocks und Chuck Inglish die 80er als ihre Hauptinspirationsquelle an.

Zunächst konnte man die Sachen nur auf Myspace und co. hören, sie betonten selbst nie einen physikalischen Tonträger veröffentlichen zu wollen, aber hat sie anscheinend die große Fanbase doch davon überzeugt dass etwas her muss und so habe ich jetzt die Bake Sale E.P. vor mir liegen. Man findet zwar wenn man alle Internet Tracks kennt nichts wahnsinnig neues mehr, aber das Zeug ist trotzdem sehr fresh. Schon alleine der erste Track What Up glänzt mit einem Acapella Instrumental. Tick tick tick clap Bass Bass Bass. Einfach unglaublich cool, wie auch die Fahrradhymne Black Mags. Auf sowas muss man erstmal kommen. Die ganze e.p strotzt nur so von coolen Ideen. Einfach kaufen und sich über einen guten Einkauf freuen.

9/10

Goodvibes: Black Mags, Jingling, What up

(Martin)