Back in 2010

Allgemein, Electro, HipHop, Mixtapes 3 Comments

Hallo Leute,
Ich hab anlässlich des neuen Jahres mal wieder den Beschluss gefasst zu bloggen. Der Fokus geht zum Teil etwas weg von purem HipHop, aber das werdet ihr ja sehen ;) .
Ich möchte den ersten Post dem Duo “The White Panda” widmen. Dieses Remix/Mash-Up-Duo besteht aus Procast aus LA und Dj Griffi aus Windy City. Ich hab auch zuerst bei Mash-Up die Nase gerümpft, aber nachdem ich bei HypeM “Throw some tik on that tok”(Rich Boy vs. Ke$ha) gehört hab, war ich Fan. Das ganze Mixtape findet ihr unter:
The White Panda – Versus
Oben genannten Track im Stella Edit gibts hier:
The White Panda – Throw some tik on that tok(Rich Boy vs Ke$ha) Stella edit
Ich bin schon letztes Jahr auf dem Heads Will Roll Remix von A-Trak hängen geblieben und hab mich nun auch etwas mit den Yeah Yeah Yeahs beschäftigt. Kann und muss ich unbedingt jedem empfehlen mal in It’s Blitz reinzuhören, das war definitv eins der besseren Alben 2009.
Yeah Yeah Yeahs – Heads Will Roll (A-Trak Rmx)

Hoffe, dass den Post jemand liest, paar Comments wären nett ;)

(Martin)

TheFutureVibe

Allgemein No Comments

Wie ihr vielleicht festgestellt habt haben wir beide wenig Zeit, vor allem durch Arbeit, bessere Hälfte und Uni. Veröffentlichungen hier werden nur noch sporadisch erfolgen, wir machen aber nebenher noch Reviews für Generation one.
Zusätzlich könnt ihr mich bei Twitter followen, ich poste hier Kurzreviews inkl. Anspieltipps und Tracks die mir gefallen: http://twitter.com/moordi
Martin

Get Up (I Feel Like A…)

Eastcoast, HipHop 1 Comment

Ich hab gerade nicht viel Zeit, aaaaaber: Auf die Rückkehr von Kanye West‘s “Old Ass Cousin” muss natürlich hingewiesen werden. Der hatte damals schon das “Throw Some D’s”-Video des Louis Vitton Dons zu einer äußerst vergnüglichen Angelegenheit gemacht. Nun treibt der alte Mann auch im neuen Video von 88-Keys sein Unwesen, das überaus passend mit “Stay Up (Viagra)” betitelt ist. Tatsächlich könnte der Track der beiden Busenkumpels als astreine Pille an die kleinen blauen Muntermacher durchgehen, wozu das Sample – “All Night Loving” der extrem männlichen 80′s-Boygroup Imagination – sein Übriges tut. Aber in Wahrheit ist ohnehin das Video das Beste an dieser ganzen Sache. Also, abgesehen von Kanyes Borat-Imitationen, natürlich.

88-Keys feat. Kanye West – “Stay Up (Viagra)” (Video)

Ähnlich abgedreht geht es bei Joe Budden zu, der in den letzten zwei Jahren eine rasend schnelle Metamorphose vom talentierten Straßenspitter zum ernstzunehmenden Künstler hingelegt hat. Als gutes Beispiel hierfür kann seine neue Single “In My Sleep” gelten, wo der 28-Jährige den Hörer auf einen durchgeknallten Ausflug durch seine Traumwelt mitnimmt, der bei Affären mit AIDS-kranken Jungfrauen im Rollstuhl noch längst nicht seinen Höhepunkt findet: “When I closed my eyes / I escaped the poltergeist / my escape from reality is just what I needed / brings me to a place where shorty never cheated / and even if she tried and succeeded / in this other world I wouldn’t even get heated.” Beeindruckend gemacht.

Joe Budden – “In My Sleep” (Video)

(flo)

Tua – Grau

Deutschland, Electro, HipHop, Review 1 Comment

Tua - Grau

Ich muss zugeben, dass ich meinen ersten Kontakt mit Tua währen dem Orsons Projekt mit Maeckes & PlanB, sowie Kaas hatte. War das ganze doch eine eher fröhliche Sache, so hatte er aber immer die Rolle des Gegenspielers zu all der Heiterkeit der anderen inne.
Sein neues, komplett selbst produziertes Album Grau ist auch eher dunkler Natur. Die Instrumentalisierung ist relativ elektronisch gehalten, aber sehr eigen und das ist, was dieses Album ausmacht. Interessant sind auch die zwischendurch eingestreuten instrumental Songs, welche die einzelnen Lieder verknüpfen. Im Gegensatz zu vielen aktuelleren Releases denkt man bei keinem Track „Hey das hab ich schonma gehört“. Ein gutes Beispiel wäre der zweite Teil des Intros „Es regnet“, der komplett vom Instrumental und einer Mädchenstimme, die „Man fühlt gar nichts mehr, man wird ganz gleichgültig und grau“ wiederholt getragen.
Neben einigen gesungenen Parts, kommen natürlich die Raps nicht zu kurz. Hier überzeugt Tua mit, gewohnt solider Technik, die sich angesichts der Themen und der grandiosen Instrumentals aber nicht total in den Vordergrund drängt.
Die Storys sind erstaunlich reell, geht es mal um Einzelschicksale „Bilder“,  um Gott „Kyrie Eleison“,  oder um eine Abtreibung „Ohne Titel“.
Letzterer Titel ist so real, dass man danach ein wenig verstört ist, wie bei Curses „Lila“.
Features braucht Tua eigentlich nicht, es findet sich nur „Vasee“ auf Bruder und Savas auf „Kein Problem“. Diese tragen aber zur Atmospäre des Gesamtkunstwerks bei und liefern solide Ware ab.
Insgesamt kann man festhalten, dass Tua Anfang 2009 schon für einen der Höhepunkte des Jahres gesorgt hat.  Den lang erwarteten Nachfolger zu „Nacht“ kann man in kein Genre einteilen, es handelt sich viel mehr um ein abstraktes Gebilde aus Klangkonstruktionen. Wird sicherlich nicht jedem Gefallen, aber ist so frei von allen Zwängen wie ein Album nur sein kann.
Ganz großes Kino
9/10
(Martin)

Still Dreamin’

Deutschland, HipHop, R'n'B 2 Comments

Auch wenn mir die selbsternannten Gralshüter des deutschen HipHops gleich ordentlich aufs New Era-Käppi geben werden: Mit Tone konnte ich noch nie so recht etwas anfangen. Klar, die Technik des Frankfurters ist nach beinahe 20 Jahren im Spiel scharf wie ein Katana-Schwert, aber leider hat der 34-Jährige genau einen Flow und denkt gar nicht erst an so etwas wie Variation. Es hat schon einen Grund, warum man ihn den “Reimroboter” nennt. Trotz allem ist Anthony Wolz natürlich vollkommen zu Recht eine Legende des deutschen HipHops, die eine treue Fanbase um sich gescharrt hat. Die musste beinahe vier Jahre auf ein neues Lebenszeichen von Tone warten, doch nun meldet sich der Frankfurter zurück. “Deutschrap” heißt die erste Single aus dem am dritten April erscheinenden Album “Phantom”, und darauf liefert Tone seinen Fans genau das, was sie von ihm hören wollen: Aggressive, technisch versierte Battle-Raps auf schweren, elektronischen Beats. Ziel der Tone’schen Verbalattacken ist vor allem die (mittlerweile auch nicht mehr so junge) Deutschrap-Generation von der Straße, die bisweilen bekanntlich etwas zu wenig Augenmerk auf Technik und Liebe zur Kultur legt: “Du musst nur sagen, dass du von der Straße bist / auch wenn die Wahrheit ist, dass du eigentlich von der Sesamstraße sprichst”. Dabei klingt der 34-Jährige durchaus etwas verbittert, aber wenn sich das einer erlauben darf, dann Tone. Immerhin hat er auch durchaus wertvolle Ratschläge parat: “Wenn du nicht rappen kannst, halt die verdammte Fresse”. Das sollten sich wirklich einige Leute zu Herzen nehmen.

Tone – “Deutschrap” (Video)

Auf der anderen Seite des großen Teichs werkelt derweil The-Dream ganz eifrig daran, sein neues, heute erschienenes Album “Love Vs. Money” unter die Leute zu bringen. Was liegt da als Promo-Maßnahme näher als ein Video zum Remix einer zum Superhit avancierten Single mit vier Superstars des US-HipHop? Vermutlich so einiges, außer natürlich, man hat das entsprechende Budget. So oder so hat es Terius Nash geschafft, auf dem Remix von “Rockin’ That Shit” Fabolous, Juelz Santana, Rick Ross und Ludacris zu versammeln. Da fehlt eigentlich nur noch Weezy. Auch so ist das ein starkes Team, und so ist es natürlich nicht überraschend, dass der Remix der ohnehin schon starken Original-Version einiges hinzuzufügen weiß. Die beste Strophe gehört natürlich Luda, der einfach so mal den lyrischsten Verse abliefert, den man je auf einem R&B-Remix zu hören bekam: “Melt your imagination and mold it into reality / Your heart’s my art gallery, girl / Can you feel the pictures that I painted / ‘Cause all of them are related like a mother and a son / But none of them overrated / There no others, you the one / Our destiny is to make it.” Der alte Frauenversteher.

The-Dream feat. Fabolous, Juelz Santana, Rick Ross, Ludacris – “Rockin’ That Shit” (RMX) (Video)

(flo)

« Previous Entries Next Entries »